So kannst du deinen Kleiderschrank ausmisten!

Kleiderschrank ausmisten

Bist du auch von dem Problem betroffen, nichts im Kleiderschrank zu haben? Das scheint vielen Menschen, vor allem Frauen, so zu gehen. Die Menge an Klamotten ist dabei selten das Problem. Es liegt daran, dass du die falsche Kleidung im Schrank hast, oder von der Fülle deiner Klamotten überfordert bist. Deswegen wird es Zeit mit dem Kleiderschrank ausmisten zu beginnen und wieder Ordnung in deine Klamotten zu bringen.

Ich stand vor nicht langer Zeit vor dem Problem, dass ich nur 3 Oberteile tragen konnte. Der Rest war zu klein oder zerschlissen. Obwohl mir die Sachen nicht mehr gepasst haben, habe ich sie lange aufgehoben. Immer mit dem Hintergedanken, dass mir die Sachen wieder passen würden. Mein Kleiderschrank war frustrierend. Also habe ich mich mit meinem Klamottenproblem auseinandergesetzt.

So bin ich beim Kleiderschrank ausmisten vorgegangen:

1. Hol alles aus dem Schrank!

Suche alles zusammen, was du in deiner Wohnung verteilt hast. Jacken und Schuhe gehören auch dazu. Wenn du zu viel Kleidung hast, um alles auf einmal auszusortieren, gehe nach Kategorien vor. Alle Oberteile auf einmal, dann alle Hosen, alle Röcke usw.

Mich hat der Mount Everest an Klamotten wirklich überrascht. Im Kleiderschrank sieht das deutlich weniger aus, als auf einem Haufen. Lass deinen Berg auf dich wirken. Nach Betrachten der Menge war ich bereit, mich von Dingen zu trennen. Ich musste einsehen, dass ich viel zu viel habe und dafür viel zu wenig trage. Und ich gehöre absolut nicht zu den Extremshoppern. Ich gehe selten einkaufen, aber es sammelt sich über die Jahre eine Menge an.

2. Was ist kaputt und was trägst du garantiert nie wieder?

Gerade wenn es so viele Sachen sind, macht es Sinn als Erstes alle kaputten Kleidungsstücke rauszuholen und auf die Seite zu schmeißen. Wühle dich also einmal durch den Haufen und suche die Sachen raus, von denen du weißt, dass sie kaputt sind. Sind Sachen dabei, die du schon lange nähen wolltest? Wenn ja, dürfen sie bleiben. Aber setz dir eine Frist, bis wann du sie repariert haben willst. Sonst verkommen sie wieder zu Schrankleichen.

Alles was dir auf Anhieb nicht mehr gefällt, kommt ebenfalls weg. Wenn du überlegen musst, lass es liegen. In diesem Schritt geht es nur darum den Berg schnell zu reduzieren. Sonst verbringst du Stunden mit deinem Kleiderschrank. Also lass es fallen, wenn du länger als 3 Sekunden darüber nachdenken musst. Jetzt sollte dein Berg schon etwas geschrumpft sein.

3. Anprobieren, anprobieren, anprobieren!

Zieh die Sachen an. Du bekommst ein Gefühl für die Klamotten und siehst es an dir. Das macht die Entscheidung leichter. Ich rate dir, alle zu kleinen Sachen auszusortieren. Du erleichterst dich um eine Menge Druck. Die berühmten Motivationshosen machen nur schlechte Laune und negative Gefühle hemmen dich. Mach dir das Leben nicht unnötig schwer!

Ein paar Lieblingspullover habe ich aber dennoch behalten. Allerdings nur, bis sie wieder Saison haben. Was dann nicht passt, kommt raus.

Anhand von diesen Fragen habe ich mich durch meine Klamotten gehangelt:

  • Passt es mir?
  • Trägt es sich angenehm?
  • Passen Farbe und Muster zu meiner Garderobe?
  • Fühle ich mich wohl?
  • Würde ich es wieder kaufen?

Bist du dir bei einem Stück nicht sicher, frage dich, was du damit verbindest. Welches Gefühl ruft es in dir hervor? Ist es kein positives, gib es weg. Lass nicht zu, dass in deinem Leben Platz für Schuldgefühle ist, weil dir eine Jeans nicht mehr passt und sei es das selbst genähte Kleid von deiner Mutter. Wenn es in deinem Schrank liegt und du ein schlechtes Gewissen hast, weil du es nicht anziehst, ist es keine Bereicherung in deinem Leben.

4. Was bleibt übrig? Was passt zu mir?

Hast du deinen Berg abgearbeitet, bleiben im Idealfall zwei Haufen über. Einer mit den Sachen, von denen du dich trennen möchtest und einer mit denen, die zurück in deinen Kleiderschrank wandern. Bevor du deine Kleidung wieder einräumst, nutze die Gelegenheit und begutachte beide Haufen. Welche Farben, Muster und Schnitte hast du behalten und welche aussortiert?
Liegen auf dem einen Haufen nur pinke Oberteile und auf dem anderen nur blaue, weißt du für den nächsten Einkauf, welche Farbe du besser nicht wählen solltest.

Mach dir Gedanken, was du in deinem Kleiderschrank haben möchtest. Beschäftige dich mit der Capsulewardrobe. Noch nie gehört? Das ist ein Konzept, in dem du alle Teile in deinem Schrank miteinander kombinieren kannst. Die Reihe „Neu einkleiden“, ist hilfreich um sich einen groben Plan für seine Garderobe zu machen und um zu verhindern, dass der Kleiderschrank sich schnell wieder mit „nichts zum Anziehen“ füllt.

Mit einer Einkaufsliste shoppen zu gehen, klingt langweilig. Du wirst dich aber umso mehr freuen, wenn du einen Rock gefunden hast, der genau deine Bedürfnisse erfüllt. Ich kaufe sehr gerne secondhand ein. Am liebsten über Kleiderkreisel und ubup.com. Da kann ich nach verschiedenen Kriterien filtern und brauche weniger lange, als in einem Secondhandladen. Aber ab und an gehe ich auch dort einkaufen.

5. Verkaufen, verschenken, spenden und Müll

Jetzt wird es Zeit die ausgemistete Kleidung schnellstmöglich aus der Wohnung zu schaffen. Schnell, damit du dich nicht doch noch umentscheidest und schwach wirst, wenn du die Tüten siehst. Und außerdem ist es erst so richtig befreiend, wenn die Sachen aus der Wohnung sind.

Was kaputt ist, kann in den Müll oder bekommt ein zweites Leben als Putzlappen. Kleidung die tipptop in Ordnung ist, kannst du über ebay-kleinanzeigen oder Kleiderkreisel verkaufen. Viel bekommst du für die meisten Sachen nicht, aber wenn es in deinem Schrank hängt, hast du auch nicht mehr Geld im Portemonnaie. Das Versenden ist natürlich etwas zeitintensiv. Man kann Kleidung auch über Momox verkaufen. Dort wirst du vielleicht auch mehr Sachen auf einmal los. Damit habe ich aber noch keine Erfahrung gemacht

Was nicht mehr gut genug zum Verkaufen, aber zu gut für den Müll ist, kannst du Spenden. Jede größere Stadt hat ein Sozialkaufhaus oder ein Frauenhaus, die sich über die Klamotten freuen. Es wird nicht immer alles angenommen. Ein Anruf oder ein Blick auf die Homepage hilft dir weiter. Du kannst deine Kleidung auch an Freunde und Familie verschenken und tauschen. Kleidertauschpartys erfreuen sich großer Beliebtheit. Ich setze mir auch hier eine Deadline. Alles was innerhalb des nächsten Monates nicht verkauft oder verschenkt ist, geht an das Sozialkaufhaus.

Das Kleiderschrank ausmisten war befreiend. Jetzt habe ich wieder Freude an meiner Kleidung. Trotzdem bin ich kein modebegeisterter Mensch. Je unkomplizierter mein Kleiderschrank, umso glücklicher bin ich damit.

Bist du mit deinem Kleiderschrank zufrieden oder musst du auch dringend mal wieder ausmisten? Schreib es in die Kommentare!

Wenn du in deinem Badezimmer auch mehr Ordnung schaffen und Produkte nachhaltig ersetzen willst, schau in meinem Beitrag zum Thema Minimalismus im Bad vorbei.

Alles Liebe!

Deine Anna

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